3 Fragen an Basim Magdy

Basim Magdy wurde 1977 in Assiut (Ägypten) geboren; er lebt in Kairo und Basel. Seine Arbeiten waren zuletzt z.B. auf den Biennalen in Istanbul und Yogyakarta zu sehen.

Basim Magdy wurde 1977 in Assiut (Ägypten) geboren; er lebt in Kairo und Basel. Seine Arbeiten waren zuletzt z.B. auf den Biennalen in Istanbul und Yogyakarta zu sehen.

Welche Spuren des Krieges siehst Du in Karlsruhe?

Abgesehen von einigen Grabsteinen aus den Kriegsjahren auf dem Friedhof hatte ich nicht das Gefühl, dass sonderlich viele Hinweise darauf erhalten geblieben sind. Sogar die Suche nach konkreten und detaillierten Informationen über den Krieg erwies sich als schwieriger als erwartet. In der modernen Geschichte sind 100 Jahre eine lange Zeit, die Welt hat sich verändert, und, so glaube ich, auch Karlsruhe.

Was ist Dein Begriff von ‚Geschichte‘, und wie kann zeitgenössische Kunst sie vermitteln?

Geschichte wird von den Siegern geschrieben, von den Mächtigen, und natürlich von denjenigen, die das Schreiben beherrschen. Die Massen, die aus diesem kleinen Kreis von Menschen herausfallen, werden unglücklicherweise zu nichts weiter als Zahlen geschichtlicher Repräsentation. Kunst kann nur Fragen stellen und Debatten öffnen, mit deren Hilfe wir den Weg überdenken können, auf dem wir Geschichte wahrnehmen – und hoffentlich neue Wege des Dokumentierens einrichten, die die Details und das Periphere einschließen.

Welche Frage zu unserem Thema würdest Du gerne am Ende des Projekts beantwortet sehen?

So viele wie möglich! Es ist gut, auf das Beste zu hoffen.

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